Geben Sie Ihre Zweitstimme der Deutschen Liste!

Bei Redaktionsschluss sind 32.900 Ungarndeutsche in der Deutschen Liste für die bevorstehenden Parlamentswahlen (Liste B) registriert. Für die Nationalitätenwahlen (Liste A) sind bei Redaktionsschluss 54222 Wähler registriert.

Viele Wähler glauben, sie müssten „ihre“ Partei auch mit der Zweitstimme unterstützen. Dabei ist bei der Parteiwahl die Erststimme ausschlaggebend. Damit können auch diejenigen Wähler, die auf der Deutschen Liste registriert sind, den Abgeordneten eigener Parteipräferenz wählen! Die Zweitstimme ist ungemein wichtig für die Deutsche Liste, ist aber ziemlich unbedeutend bei den Parteilisten.

Also lassen Sie sich sowohl in der Liste A und in der Liste B registrieren!

Gehen Sie am 3. April zur Wahl und geben Sie Ihre Zweitstimme der Deutschen Liste. So hat der gegenwärtige Abgeordnete der Ungarndeutschen im Parlament, Emmerich Ritter, der die Landesliste der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen bei den Parlamentswahlen anführt, reale Chancen, wieder als vollberechtigter Abgeordneter ins Parlament einzuziehen.

Die Registrierung auf der Webseite des Wahlbüros www.valasztas.hu ist jederzeit möglich. Wer aber bei den diesjährigen Parlamentswahlen am 3. April für die Deutsche Liste stimmen möchte, muss sich bis zum 18. März bis 16.00 Uhr registrieren lassen. Frühere Registrierungen sind weiterhin gültig!

Informationen rund um die Deutsche Wahlliste finden Sie in der Neuen Zeitung (9/2022), auf unserer Webseite www.neue-zeitung.hu und auf der Webseite www.ldu.hu

Helfen Sie mit, weitere ungarndeutsche Wahlbürger für die Deutsche Liste zu gewinnen und wieder einen ungarndeutschen Abgeordneten ins ungarische Parlament zu wählen!

 

Aus dem Inhalt

 

Hochzeitszeremonie von „Hantsl“ und „Kredl“

Dieses Jahr fiel der Faschingsdienstag auf den 1. März. In Elek waren an diesem Tag die Straßen von Blasmusik und lustigen Sprüchen laut: Der traditionelle Faschingsumzug konnte nach einer zweijährigen Zwangspause wieder veranstaltet werden. Das Programm startete um 9.00 Uhr und endete im Reibel-Mihály-Kulturhaus mit der Hochzeitszeremonie von „Hantsl“ und „Kredl“. Die an ein Rad befestigten und von einem Wagen durch die Straßen gezogenen Hochzeitspuppen sind unerlässliche Motive dieses noch aus der Urheimat stammenden Faschingsbrauchs

Faschingsbegraben in Agendorf

Seit 1996 wird auf Initiative des leider inzwischen verstorbenen Andreas Böhm, Motor des ungarndeutschen Lebens im Grenzort, von der Deutschen Selbstverwaltung Agendorf jedes Jahr das lustige Faschingsbegraben zur Gaudi des ganzen Dorfes und der vielen Besucher von nah und fern veranstaltet. Alle Generationen, von den Grundschülern bis zu den Rentnern, wirken am Aschermittwoch dabei mit. Die maskierten Mitwirkenden machten an mehreren Punkten der Gemeinde Halt, wo sie bewirtet wurden. Der Pfarrer gab das junge Paar zusammen, wobei auch die Braut ein Bursche war. Der Sarg wurde auf dem Hof des Hauses der Vereine zu Grabe getragen.

Nadascher Schatztruhe

Die Tourismusbranche soll neuen Schwung bekommen

Nicht das erste Mal sind Tourismusfachleute davon überzeugt, dass man mit ungarndeutschen Besonderheiten Gäste ins Dorf locken kann. Doch in gewissen Zeitabständen muss das jedem bewusst gemacht werden. Aus diesem Grund füllte die neu gegründete Mecseknádasd Open Non Profit Gesellschaft eine alte Truhe mit den Schätzen der Ortschaft. Mit dabei waren Essbares, Trinkbares und Handwerks- und Kunstgegenstände.

Metschge: Neue Küche mit Faschingskrapfen eingeweiht

Seit vielen Jahren ist der Rentnerklub in Metschge tätig und in den letzten Jahren zu aktivem Mitgestalter des kulturellen Lebens geworden. Die fleißigen Mitglieder helfen bei jeder Veranstaltung mit und auf ihre Initiative ist auch die Heimatstube ,,Erinnerung an alte Zeiten“ entstanden. Jahr für Jahr bereichern die Mitglieder vom Rentnerklub verschiedene Veranstaltungen auch mit ihrem selbstgemachten Gebäck – natürlich zur großen Freude aller, die in den Genuss der Leckereien kommen.

Quo vadis? Antal Dechandt in Budapest

Wohin? Welchen Weg? Diese kurzen, im Ungarischen noch prägnanter formulierten Fragen („Merre?“, „Hová?“) sind die Aufhänger für die Schau von VUdAK-Mitglied Antal Dechandt im Karinthy-Szalon in Budapest. Ein Großteil der präsentierten Skulpturen sind die für das Lebenswerk typischen und bedeutenden, aus den Branauer Weingärten stammenden, verwitterten Pfählen geschnitzten, z. T. farblich dezent gefassten Arbeiten. Man spürt, dass seine Skulpturen eine Historie haben, auch wenn sie neueren Datums sind. Mal figurativ, mal abstrahierter, sind diese Plastiken auch deswegen lebendig, weil Dechandt konsequent mit dem natürlichen Material Holz arbeitet – er kommt ohne die von vielen Bildhauern bevorzugte Bronze oder andere oft leblos wirkende Metalle aus.

Streifzüge in die Vergangenheit auf dem Schwabenberg

Die Haggenmacher-Villa „Auge Gottes“

Der Ortshistoriker und Vorsitzende des Budapest-Zugligeti-Vereins, Dr. András Salamin, bekommt oft die Aufforderung, berühmte oder weniger bekannte Gebäude am Schwabenberg zu zeigen, die eine interessante Geschichte haben. Ein solches Gebäude ist die Haggenmacher-Villa, das ehemalige Wirtshaus „Zum Auge Gottes“ in Auwinkel im XII. Bezirk, Szilassy-Straße 3. Der Name der Villa wurde jüngst in den Nachrichten oft erwähnt, weil der Staat von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machte und das Baudenkmal mit dem Grundstück von 40 000 Quadratmetern von der Hauptstadt kaufte.

Budapester Theaterszenen: Ein großartiges Erlebnis

nannte Fanni Örkényi vom Deutschen Nationalitätengymnasium Budapest und Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung von Pesthelisabeth das Treffen von Grundschultheatergruppen der Hauptstadt am 5. März im Bürgerzentrum in Neupesth. Die Vorsitzende der Jury lobte die unterhaltsamen Produktionen, die professionellen Bühnenbilder, die Inszenierungen, in denen viel Energie und Begeisterung steckten. Sie hob die Geduld und harte Arbeit der Pädagoginnen hervor und wie wichtig das Spielen beim Üben der deutschen Sprache ist. Wegen der Pandemie konnte die Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Budapest, Judit Bárkányi, „nur“ vier Gruppen beim Treffen begrüßen, die aber für ein vielfältiges Programm sorgten.

1.Sportwochenende der ungarländischen Nationalitäten in Szarvas

Drei ungarndeutsche Bildungseinrichtungen haben erfolgreich mitgemacht

Das Staatssekretariat für die Beziehungen zu den Kirchen und zu den Nationalitäten im Ministerpräsidentenamt rief in der Organisation der Slowakischen Selbstverwaltung Szarvas zum ersten Märzwochenende ein Sportturnier für die Mittelschüler der dreizehn anerkannten ungarländischen Nationalitäten ins Leben. Die Mädchen konnten im Volleyball, die Jungs im Fußball ihr Können unter Beweis stellen. Das Werischwarer Schiller-Gymnasium, das Deutsche Nationalitätengymnasium Budapest und das Fünfkirchener Valeria-Koch-Bildungszentrum nahmen ebenfalls mit einer Frauen- und Männermannschaft teil.

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21. Landesgala am Tag der ungarndeutschen Selbstverwaltungen

Die „entscheidende Rolle“ der Ungarndeutschen in den deutsch-ungarischen Beziehungen würdigte in seiner Festrede der Schirmherr der Veranstaltung, Parlamentsvizepräsident Gergely Gulyás, der die hiesigen Deutschen als „Urnationalität“ bezeichnete, die seit tausend Jahren Ungarn bereicherten.

Identität erleben und weitergeben – Im Gespräch mit Schauspielerin Szandra Holczinger

Szandra Holczinger wurde 1990 in Pápa geboren und stammt aus Sitsch/Bakonyszűcs. Sie ist in der Mundart aufgewachsen und war Schülerin des László-Lovassy-Gymnasiums Wesprim. Von 2010 – 2013 besuchte sie die Schauspielschule Gór-Nagy Mária. Über ihre Laufbahn und Herzensangelegenheiten – die Beschäftigung mit der deutschen Sprache, mit Kindern und der Schauspielkunst – sprach NZ mit ihr.

Sechzig Jahre deutsche Rundfunksendung in Fünfkirchen: Rückblick auf die ungarndeutsche Stimme

Informationen in der Muttersprache an den Rezipienten zu vermitteln: dies wurde am 31. Dezember 1956 durch Studio Fünfkirchen des Ungarischen Rundfunks für ungarndeutsche Hörer Realität. Heute gestaltet eine kleine Redaktion in Fünfkirchen unter nicht leichten Bedingungen eine täglich zweistündige deutsche Funksendung und die wöchentlich 26-minütige Fernsehsendung „Unser Bildschirm“. Herzliche Gratulation an das jubilierende Redaktionsteam!

Martin Stock aus Saar: „Die Heimat ist nicht ein Land, sie lebt in uns“

Der junge Lehramtstudent der ELTE, Martin Stock, wollte schon von klein auf Lehrer werden und ist vielseitig in die Traditionspflege seiner Heimatgemeinde Saar eingebunden. Die Traditionspflege wird in Saar großgeschrieben, die meisten Kinder lernen schon im Kindergarten die örtlichen Bräuche und Tänze kennen.

Ein Winzer aus Leidenschaft – Dávid Wilhelm “Die Weinbaukultur in Haschad wieder aufblühen lassen”

Schon als kleines Kind ging Dávid Wilhelm mit seinen Großeltern und Eltern in den gemeinsamen Weingarten arbeiten und hat mit der Zeit immer mehr geholfen. Wie er sagt, hat ihn die ungarndeutsche Weinbautradition dazu bewegt, Winzer zu werden.